lusakbreit

… ja, die Covid-19-Infektionen steigen und der neuerliche Shutdown zehrt an den Nerven. Das sollte aber für niemanden ein Grund sein das Hirn auszuschalten und den Gefühlen freien Lauf zu lassen. 

Was jetzt wirklich wichtig ist

Wenn sich Krisen ausweiten und die Aggression steigt

 

  1. Sich drein finden..
    Erkennen, dass es Dinge gibt, die man nicht ändern oder beeinflussen kann. Man sollte sie annehmen und lernen mit ihnen umzugehen. Es erfordert Mut, die Angst nicht zu verleugnen, sie anzusehen und sie so zu überwinden. Es erfordert Vernunft, allgemeine Krisen-Regeln einzuhalten, auch wenn man von ihnen nicht ganz überzeugt ist, z.B. mit freundlich-achtsamem Abstand halten, mit Mund-Nasenschutz tragen und wenn möglich im Homeoffice arbeiten.
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  2. Tun was möglich ist..
    Denn es gibt Dinge, die man sehr wohl ändern und beeinflussen kann. Die man mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln auch tatsächlich angehen kann. Jetzt und heute kann jeder Mensch für sich erkennen, was er tun kann und entscheiden, was er tun will. Und was Sinn macht.

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  3. Das Maß für das Ganze finden..
    Zwischen kurzfristig Menschenleben schützen und langfristig die Menschheit retten. Abwägen, was jetzt unter Kontrolle zu halten ist und was weiterhin in Fluss gehalten werden muss. Regierungen und Führungskräften dabei die Chance geben zu lernen, ihnen aber auch auf die Finger schauen. Das Maß immer wieder neu bewerten.
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  4. Sein persönliches Maß finden.
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    Dort was zu ändern, wo man – sie oder er – die unmittelbarste Macht dazu hat und die Verantwortung direkt trägt: das eigene Leben. Es endlich so zu führen, wie man es insgeheim immer wollte. Dazu sollte man ein wenig auf seine “innere Stimme” hören. Vielleicht ist das alles jetzt ein guter Anstoß, neue Aufgaben zu übernehmen, mit einer anderen Arbeit zu beginnen, möglichst in mehr Unabhängigkeit, mit mehr Lebensqualität für sich und andere.

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  5. Aufnahme von Information und Kommunikation richtig dosieren..
    Die Botschaften über Gefahren, Bedrohungen und Ängste nicht mehr als nötig an sich heran lassen. Die Fähigkeit entwickeln, vom Trommelfeuer der Drama-Medien mit ihren grauenvolle Bilder nicht angesteckt zu werden. Durch die freie Wahl der Verwendung oder Nicht-Verwendung von Medien. Um vom allgemeinen Gefühl des Unwohlsein, der Depression und Hilflosigkeit nicht hinuntergezogen zu werden. Auch ein Rettungsschwimmer hat das Recht, die heftigen Umklammerungen eines Ertrinkenden abzuwehren um letztlich doch zu retten was zu retten ist.
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  6.  Undemokratischen Werten und Fanatismus die Stirn bieten..
    Wenn Gewalt und Terror zuschlagen und Menschen mit Messern, Amokfahrten und Bomben angegriffen werden. Dann sollten die Ursachen angesehen werden. Dann sollten z.B. religiös-fanatisch-patriarchalische Parallelgesellschaften in die Schranken gewiesen werden – wenn nötig auch mit neuen Gesetzen und konsequenter Umsetzung. Toleranz gegenüber Intoleranz ist Förderung der Intoleranz. Bildung sollte zur Verfügung gestellt werden, sie ist aber auch eine Hol-Schuld. Nicht jede Minderheit und nicht jeder Schutz Suchende verdient sich Unterstützung.
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  7. Die Umwelt als wichtigstes Kriterium für das Überleben der Menschheit ansehen..
    Hinter der Corona-Krise steht riesengroß die Wirtschafts-Krise und hinter dieser steht die allergrößte Bedrohung der Menschheit, die Krise der Klimaerwärmung und Umweltzerstörung. Es gilt das Gebot des “global Denkens und lokal/regional Handelns”. Hungernden, Bedürftigen, Benachteiligten soll dabei geholfen werden. Aber möglichst vor Ort und im Sinne der alten Weisheit “Wenn du Hungernden helfen willst, dann gib ihnen keinen Fisch, sondern lehre sie zu fischen”.
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  8. Die Mitte der Gesellschaft stärken..
    Das erreicht man nicht mit der Bekämpfung oder der gar Unterstützung von Extremisten und polarisierenden Gruppen. Mitte stärken bedeutet den Mittelstand als unternehmerisches Sein, als Werte-Haltung und als Garant der “Runden Gesellschaft” von Benachteiligungen frei zu halten, ihn zu unterstützen statt auszubeuten. Auch wenn er heterogen ist und nur mit schwacher Stimme präsent ist: Ohne ihn geht die Menschheit zu Grunde.
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  9. Die eigene Mitte finden..
    Es weniger von anderen zu verlangen als selbst besonnen sein. Die Geschehnisse in Ruhe betrachten. Die Tragweiten und Risiken absehen. Die für einen daraus abzuleitenden Lernpunkte und Konsequenzen erkennen. Immer die Mitte suchen. Sie zu finden erfordert Meditation. Erkennen, dass man einerseits ein alleine stehendes Individuum ist und andererseits immer mit allen und allem verbunden ist. Mit diesem bewussten Sein weist Dir auch Deine innere Stimme den richtigen Weg. Den Weg zu Staunen, Dankbarkeit und Vertrauen. Ein gelungenes Leben besteht immer aus einem Ausgleich zwischen Nehmen und Geben

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Alles Gute wünscht

Wolfgang Lusak
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Mag. Wolfgang Lusak ist Unternehmensberater, Lobby-Coach und Mittelstands-Aktivist. www.lusak.at (Lusak Consulting) bzw. www.lobbydermitte.at (Lobby der Mitte) … und nebenbei auch Mental-Trainer und Meditationslehrer,

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